Sommeranfang

Bea beschäftig sich viel mit den Welpen von Yaska, aber zwischendurch will sie auch mal ihre Ruhe haben.

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Scheinträchtig

Seit zwei Tagen ist Bea wie umgewandelt, von jetzt auf gleich hat sie die Decke unterm Terrassentisch als ihre Höhle auserkoren, liegt dort, knurrt die anderen Hunde an und will nicht mehr rauskommen.

Sie hat ja schon immer gern ihre „Höhle“ aufgesucht, die Box im Zimmer, aber das ist jetzt doch was anderes. Und sie will fast gar nicht mehr mit Coline spielen, knurrt sie an, während sie vorher von den wilden Raufereien und Rennspielen garnicht genug bekommen konnte.

Wenn ich richtig nachrechne, ist es genau neun Wochen her, als sie heiss war – gerade so zur JP in Thüringen war es zu Ende. Dann haben wir auch noch festgestellt, dass nicht nur das Gesäuge leicht angeschwollen ist, sondern auch Sekret absondert. Jetzt wundet mich auch nicht mehr, das sie die letzten Tage nur um den Welpenauslauf herumgetanzt ist und Yaska’s Welpen (ihre Halbgeschwister) mit seltsamen Lauten an den Zaun gelockt hat.

Madame ist ganz einfach scheinträchtig. Das ist zwar keine Krankheit, die Auswirkungen sind aber doch etwas heftig, weshalb wir heute zum TA fahren. Ob es von den vorhandenen Welpen noch zusätzlich provoziert wird?

Sie bekommt Galaktofin, was wir schon mal bei Wendy wegen ähnlichen Problemen hatten.

Nach dem Abendessen ist sie wieder auf der Terrasse unter dem Tisch verschwunden und wollte nicht mehr hervorkommen. Ich hoffe, dass die Medizin wirkt und, wenn die Milch zurückgeht, sie auch im Kopf wieder normaler wird.

 

Ach wie niedlich

Während Bea bisher keine Anstalten machte, ins Wurfzimmer zu gelangen, sitzt sie jetzt fasziniert am Zaun vom Welpenauslauf und beobachtet die Kleinen von Yaska (ihre Halbgeschwister), die zum ersten mal den Garten erkunden. Coline macht es ihr nach.

Da sie nicht hineindarf rennt sie immer wieder am Zaun entlang, versucht die Welpen mit seltsamen Lauten anzulocken und wirft sich vor ihnen auf den Rücken.

Coline passt das weniger, sie versucht mit Gebell und gezerre Bea wieder zum Spielen zu animieren, aber meist ohne Erfolg.

Arbeitsfreude

Bea ist ausgesprochen Arbeitsfreudig, allerdings nimmt sie das nicht todernst sondern eher als Spiel. Sie ist Feuer und Flamme, wenn sie was neues ausprobieren darf.

Wir haben kürzlich Hütchen aus Plastik erstanden, die beim Üben von Leinenführigkeit und Gekorsam als Markierungen dienen können. Bea wartet brav auf dem Podest, während ich die Hütchen in einer Reihe aufstelle – wir wollen Slalom laufen. Ich rufe sie, lasse sie sitzen – will die Leine holen – da rast sie los, schnappt sich ein Hütchen und bringt es mir. Also nochmal, Hütchen aufstellen, Bea wartet, dann laufen wir Slalom. Dann noch mal als „Gasse“, und zum Abschluss soll Bea ein Apportel durch die Gasse holen.

Sie rennt los und holt ein Hütchen. Nun denn, sammlen wir erst die Hütchen ein, sie holt alle acht! und zum Schluss noch das Apportel. Das war zwar so nicht ganz geplant, aber auch ganz praktisch. Bea ist da sehr kreativ.

Anschliessend will ich noch etwas im Auslauf aufräumen, während Bea mit dem Ferkelball spielen darf.

Am Wochenende wird sie dann das erste mal zum Abrichtekurs gehen, mal sehen wie das klappt.

Resozialisation

Nach gut einer Woche mit Maulkorb bzw. Maulschlaufe hat sich alles wieder beruhigt, es geht nun auch wieder ohne. Renn-Orgien der beiden Kontrahenden bleiben aber vorerst Tabu, ebenso wie andere Situationen, wo die Eifersucht wieder hochkochen könnte. Ansonsten ist der Alltag wieder ganz entspannt, auch wenn wir noch ein wachsames Auge drauf haben.

Maulkorb-Pflicht

Das Bein sieht heute schon besser aus.

Nachdem wir Wendy und Bea die letzte Woche nur getrennt frei laufen hatten, sowohl im Garten als auch im Haus, soll jetzt die Phase der Resozialisierung beginnen, zunächste beide mit Maulkorb.

Nach einer halben Stunde Gewöhnung an das unbequeme Teil versuchen wir es mal.  Wendy bleibt zunächst noch drin, und als sie später rauskommt hätte es fast wieder gerasselt, mit Maulkorb passiert aber nichts.

Da die Aggression mehr von Bea ausgeht, darf Wendy wieder „ohne“ laufen, sie geht der „Bestie“ eher aus dem Weg. Bea wird das Teil noch öfter tragen dürfen.

Übrigens dürfte die Hitze fast vorbei sein, eine ausgeprägte Standhitze, wo sie sich auch von den anderen Hündinnen besteigen lässt, war nicht zu beobachten.

Beim Tierarzt

Das Bein ist noch dicker geworden und sie schont leicht, weshalb abends ein Besuch beim TA ansteht. Das Üben und die Anstrengung bei der Prüfung, wo sie etliche km zurückgelegt hat, waren doch etwas zuviel für die noch nicht ganz ausgeheilte Verletzung.

Nach einer Spritze und Tabletten für die nächsten Tage sollte es sich aber bald bessern.

Und sie soll geschont werden, leicht gesagt bei dieser wilden Nudel. Aber jetzt steht ja keine Prüfung mehr an und der „normale Wahnsinn“, wenn sie im Garten tobt, wird schon nicht schaden.